Münzen der Kelten in Österreich

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  • Ein Überblick über keltische Prägungen aus Österreich vom 3. bis 1. Jh. v. Chr.

    Münzen der folgenden Stämme werden in Österreich gefunden:
    Boier (NÖ, OÖ, B, W, K)
    Noriker (K, S, St)
    Taurisker (St, NÖ)
    Ostkelten (B, NÖ)
    Vindeliker (OÖ, NÖ, S, T)


    Die zeitgenossische Bezeichnung der Nominale ist nicht überliefert.
    Da es sich um Prägungen handelt, die nach griechischem Vorbild und Gewichtsstandart entstanden sind, verwendet man als Hilfsbegriff die Bezeichnung für griechische Prägungen desselben Gewichtes.


    Verhältnis der Nomimale und der Metalle:
    Bei den Kelten entsprach das Verhälnis Silber- Gold etwa 12:1


    Das heißt zum Beispiel bei den Nominalen der Boier Anfang des 2. Jh. v. Chr:
    Goldwährung: Stater 7,5g, 1/3 Stater ca. 2,6g, 1/8 Stater 1,0 g, 1/24 Stater: 0,33 g
    Silberwährung: Drachme 4,0g, Hemidrachme 2,0g, Obol 1,0- 0,8g
    Ein 1/24 Stater der Boier entsprach als etwa dem Wert einer Drachme.


    Vorderseite- Rückseite
    Die Vorderseite ist fast immer jene Seite, die konvex (gebuckelt) ist, die Rückseite ist meistens konkav (geschüsselt).


    Nachschnitt- Umschnitt
    In der Regel hatte die Rückseitendarstellung für die Kelten Priorität.
    Das führte dazu, dass oftmals lediglich die Rückseitenstempel nachgeschnitten wurden und die Stempel für die Vorderseite infolge der Abnützung eine buckelförmige Gestal5t annahmen.


    Die frühesten keltischen Prägungen aus Österreich stammen von den Boiern und werden in die Mitte des 3. Jh. v. Chr. datiert.


    Die Goldprägung der Boier besteht aus den folgenden Nominalen: Stater, Drittelstater, Achtelstater, Vierundzwanzigstelstater
    Beispiele: Imitation Nike Typus, Typus Athena Alkis, Muschelstater
    Die boische Silberprägung: Hexadrachme, Drachme, Halbdrachme, Obol
    Beispiele: Typus Leier- Stern, Typus Roselorf I-III, Hexadrachme Biatec, Nonnos, etc.


    Die norische Prägung begann in der ersten Hälfte des 2. Jh. v. Chr. und besteht ausschließlich aus Silber.
    Folgende Nominale wurden bei den Norikern ausgebracht: Tetradrachme, Obol
    Charakteristisch ist die Rückseitendarstellung eines Reiters.
    Beispiele: Kugelreiter (früheste Prägung), Tinco, Coppo, ....


    Die tauriskische Prägung begann etwa gleichzeitig wie die norische und besteht ebenfalls aus Silber.
    Es gab Tetradrachmen und Obole
    Die tauriskische (früher ostnorisch genannt) Prägung unterscheidet sich zur norischen durch die Darstellung eines reiterlosen Pferdes auf der Rückseite.
    Beispiele: Typ FES, Typ Warasdin, Typ Frontalkopf...


    Die ostkeltische Prägung begann bereits um die Wende des 4. zum 3. Jh. v. Chr.
    Nominale der Ostkelten waren Tetradrachmen, Drachmen und Obole
    Beispiele: Kroisbacher Typ (TDR, Ob.), Velemer Typ (TDR, Ob.)


    Die Prägung der Vindeliker begann in der ersten Hälfte des 2. Jh. v. Chr.
    Das Zentrum und die Prägestätte lag in Manching (Bayern)
    Goldwährung: Stater ("Regenbogenschüssel") , Viertelstater, 1/24 Stater (nur zu Beginn etwa Anfang des 2. Jh. v. Chr.).
    Silberwährung: Quinare, Viertelquinare (Obole)
    Beispiele: Vogelkopfstater, Büschelquinar, Viertelquinar Typus Manching I und II, 1/24 Stater Typ androkephales Pferd


    Zum Nachschlagen (zahlreiche Beispiele für keltische Prägungen unterschiedlicher Stämme:
    http://www.numismatik-cafe.at/viewforum.php?f=44


    (in Arbeit)

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