1.5 Testbericht Fisher F75
Der Fisher F75 ist eine modifizierte Version des Teteknics T2 und ist ein Produkt aus der Zusammenarbeit von Fisher und Bounty Hunter.
Nicht nur seine Arbeitsfrequenz von 13kHz, sondern auch seine vielen Einstellmöglichkeiten machen den F75 zu einem sehr interessanten Allrounder.
In den unten angeführten Testbericht, möchte ich euch nun meine Eindrücke über den F75 schildern.
2.0 Verarbeitung:
Das Gestänge des F75 ist sehr gut verarbeitet. Nach drei Monaten intensiver Suche, kann ich keine Mängel am Gestänge feststellen.
Die Übergänge des Teleskopgestänges sind nicht ausgeleiert und ein wackeln des Gestänges ist mir bis dato nicht aufgefallen.
Das Gestänge lässt sich in drei Teile zerlegen und ist somit in jedem größeren Rucksack leicht zu verstauen.
Batterieaufnahme & Kopfhörerbuchse befindet sich hinter der Armstütze und ist spitze verarbeitet.
Auch die Elektronikeinheit selbst macht einen sehr saubern Eindruck.
Ich würde jedoch die Elektronikeinheit keinen größeren Belastungen aussetzen, da sie diesen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht standhalten würde.
Hauptsächlich meine ich hiermit die Verbindung zwischen Griff und Elektronikeinheit.
Auch die Verarbeitung der Spule sieht gut aus. Das Spulenkabel selbst sieht auch eher stabil aus und weist keine offensichtlichen Mängel auf.
Die Montage des Spulenschutzes wird durch die einzelnen kleinen Streben etwas erschwert.
Auch zu Ohren ist mir gekommen, dass es durch Ablagerungen (Erde) im Spulenschutz zu Störsignalen kommen kann.
Aus diesem Grund bin ich selbst nun ohne Spulenschutz unterwegs.
ACHTUNG: die Gummischeiben welche sich für normal links & rechts zwischen Spule und Gestänge befinden ist beim F75 nur einmal vorhanden.
Zusammenfassend kann man sagen:
Die Verarbeitung des Fisher F75 ist sehr gut und lässt den User so gut wie keine Wünsche offen.
3.0 Einstellung:
Der Fisher F75 ist ein sehr leicht zu bedienender Detektor, jedoch mit einigen Einstellmöglichkeiten.
Ideale Einstellwerte nun hier abzugeben ist meines Erachtens nicht möglich, da durch die verschiedensten Suchbedienungen die Einstellungen stark variieren können.
Aus diesem Grund ist es ratsam immer wieder mit den Einstellungen etwas zu experimentieren.
Hat man mal sehr viel verstellt, hat man die Möglichkeit den F75 in die Werkseinstellung zurück zu stellen.
Die Rücksetzung in die Werkseinstellung macht man wie folgt:
1. Ausschalten des F75
2. Drücke den Trigger nach unten und drücke den Menüknopf => halte mit Daumen und Zeigefinger dies Stellung
3. Nun schalte den F75 ein
4. Mitten im Display erscheint nun die Zahl 75 => Nun kannst du den Trigger und Menüknopf wieder loslassen.
Der F75 befindet sich nun wieder in der Werkseinstellung.
3.1 Ein,- Ausschalten & Lautstärkenregler:
Hinter der Armstütze bzw. seitlich der Batterieaufnahme, befindet sich der Drehregler zum Ein,- und Ausschalten des F75.
Dieser Drehregler wird auch gleichzeitig zur Lautstärkenregelung des F75 verwendet.
3.2 Menüknopf:
Ist der rote Knopf rechts auf der Elektronikeinheit. Mit dem Menüknopf könnt ihr durch das Menü des F75scrollen.
Drückt man während der Suche den Menüknopf, kommt man automatisch zu der letzt geänderten Einstellung.
Hat man zuletzt am Disc was geändert kommst du nach dem drücken des Menüknopfes in den Menüpunkt Disc.
3.3 Einstellungsregler:
Ist der Drehregler links auf der Elektronikeinheit. Mit diesem Einstellungsregler könnt ihr die kompletten Einstellungen des F75 hoch,- bzw. runterdrehen.
Durch DRÜCKEN des Einstellungsreglers kommt man wieder in den Suchmodus zurück.
Wenn der F75 eingeschaltet ist und DISCRIM fett geschrieben ist, kann man mit dem Drehregler zwischen DISCRIM & ALL METAL scrollen.
3.4 Trigger:
Der Trigger befindet sich direkt unter dem Haltegriff des F75.
Trigger gezogen: Pinpoint - Punktortung
Trigger Mittelstellung: Normale SUCHE
Trigger gedrückt: FASTGRAB Automatischer Bodenabgleich
4.0 Luft,- und Bodentest sowie prozentuelle Abweichung:
Bei dem Luft,- und Bodentest wurden folgende Objekte getestet:
1. Goldscheibe Ø 8mm / 0,9g
2. Follis Ø 15mm
3. Denar Ø 18mm
4. 50 cent Ø 24mm
Die Lufttests führte ich wie folgt durch:
Ich legte hierzu den Detektor auf einen Glastisch und richtete die Spule im rechten Winkel zum Tisch aus.
Direkt vor der Spule legte ich ein Blatt Papier auf welchem ich eine Skalierung in cm festgelegt habe.
Auf einem, 300mm langem Plastiklineal klebte ich die o.a. Testobjekte an.
Nun bewegte ich das Lineal der Skalierung entlang bis zu dem letzten grabwürdigen Signal.
Die Bodentests führte ich wie folgt durch:
Hierzu grub ich im rechten Winkel zur Oberfläche ein Loch. Die Objekte wurden dann mit einem Plexiglas parallel zur Erdoberfläche eingeschoben.
Hierbei ging ich immer einen 2cm tiefer bis zu dem letzten grabwürdigen Signal.
Nach dem drücken des unten angeführten Link, kommt ihr direkt zu den Messergebnissen und Diagram der Luft,- und Bodentests.
Tiefentest F75
Einen Bodentest mit den Testobjekten habe ich noch nicht durchgeführt, da der Boden zur Zeit so ausgetrocknet ist und somit ein objektiver Vergleich, zu den anderen Tests weleche ich gemacht habe nicht möglich ist.
5.0 Feldversuch:
Da ich mit dem F75 nun schon fast drei Monate unterwegs bin, hab ich bereits einige verschiedene Böden testen können.
Getestet habe ich den F75 also bereits in Feldern, Wald, Wiesen & Aushüben in einer Schottergrube.
Auf Feldern such ich hauptsächlich mit dem dE Mode (Sens 80-90), da dieser auf stark verunreinigten Gebieten einfach wesentlich ruhiger ist.
Lässt es das Gbiet zu verwend ich jedoch auch des öfteren den JE Mode (Sens 70-85).
Mit dem JE Mode geht der F75 noch mal um einiges tiefer und auch auf Kleinteile reagiert er noch etwas giftiger.
Im Wald und auf Wiesen suche ich hauptsächlich im JE Mode, natürlich mit einer so hoch wie möglich eingestellten Sens.
In diesen Bereichen zeigt der F75 auch seine wahren Stärken bezüglich der Tiefenleistung.
Aushübe aus alten Siedlungsgebieten sind für jeden Detektor eine sehr große Herausforderung.
Auch diese Herausforderung brauchte der F75 nicht scheuen und konnte auch in dieser Disziplin einige Pluspunkte sammeln.
Auf einer Stelle welche bereits von zwei Sondlern abgesucht wurde, konnte ich innerhalb von 1,5 Std. noch einige Objekte bergen.
Jedoch bin ich der Meinung, dass auf solchen Aushüben eine kleiner Spule mit 8" bzw. 6" weitere Vorteile bringen würde.
Die Kleinteilempfindlichkeit des F75 ist sehr gut und braucht einen Vergleich mit anderen Detektoren nicht scheuen.
Da wir bei den Suchgängen auch des öfteren zu zweit unterwegs sind, vergleichen wir natürlich auch manchmal die Signale.
Hierbei hatte der F75 des öfteren Signale, welche der andere Detektor nicht mehr orten konnte, weder mit Disc auf 0 noch im ALL Metal.
Im JE Mode reagiert der F75 wesentlich sensibler auf Stromleitungen, Handys......
Wenn man einen Anruf auf dem Handy bekommt wird der Detektor auf einmal ganz unruhig.
Man kann also das Handy auf lautlos schalten und weis trotzdem wenn man einen Anruf bekommt :-)
Solche Störungen können durch die Reduzierung der Sens und den dE Mode verringert werden.
6.0 Schlussbewertung:
Der Fisher F75 ist einer der besten Detektoren welchen ich bis jetzt in der Hand hatte.
Nicht nur das Gewicht, Schwenkgeschwindigkeit, Kleinteilempfindlichkeit und Disc sondern auch, die Tiefenleistung und die Trennschärfe lassen nichts zu wünschen übrig.
Das Anzeigeverhalten ist nicht träge sondern sehr schnell und zuverlässig.
Der Batterieverbrauch ist der geringste welche ich je bei einem Detektor beobachtet habe, trotz ständiger Hintergrundbeleuchtung und nur 4x 1,5V Batterien.
Dieser Bericht ist keine Werbung für den F75 und sollte nichts schönreden, dies ist rein meine objektive Meinung über den Fisher F75.
Ich hoffe ich konnte mit dem Testbericht den einen oder anderen weiterhelfen.











&
~~~
Zitieren


Lesezeichen